Home
Nina nach \"Schweinegrippe\" sauschnell
Es war ein Westfalenmeistertitel, mit dem die Trainer des CVJM im Vorfeld geliebäugelt hatten. Nachdem Nina Braun dann aber bis zum vergangenen Mittwoch mit dem Verdacht auf Schweinegrippe im Bett lag, stand der Ausgang des 60m-Finale wieder in den Sternen.
Dennoch ging Nina als Favoritin in die 60-Meter-Läufe und wurde dieser Rolle in allen Belangen gerecht. Mit 8,02 Sekunden im Vorlauf und 7,94 Sekunden im Finale fegte die Schülerin über die Sprintgerade und war auch von der starken Konkurrenz nicht zu schlagen. \\\"Wir wussten, dass sie unter 8 Sekunden laufen kann. Hatten aber nach der Krankheit nicht damit gerechnet. Daher ist es ihr umso höher anzurechnen, dass sie es doch gepackt hat!\\\" freuten sich die Trainer.
Als i-Tüpfelchen setzte Nina einen Vizewestfalenmeistertitel über 60m-Hürden obendrauf. Nach einem vermeintlichen Fehlstart von Pia Otto (LGK) kamen Nina und die großgewachsene Ferndorferin nur schwer in das Rennen, touchierten beide jeweils eine Hürde und wurde dennoch Zweite und Dritte. An dieser Stelle werden wir dann wohl Kreismeisterschaften auf Westfalenniveau erleben.
Ebenfalls Silber sicherte sich die Olympische Staffel der männlichen Jugend in der Besetzung Marcel Mlyniec, Moritz Klinge, Frederic Ertel und David Brücher in 3:44,42 Minuten. a das CVJM-Team im langsameren Lauf gesetzt war, kam es leider nicht zum direkten Duell mit den Westfalenmeistern aus Lemgo, die eine gute Sekunde Vorsprung hatten. Da bei Schlussläufer David Brücher noch Reserven waren, wäre es im direkten Aufeinandertreffen sicher spannend geworden.
Das zweite Team mit Lars Röhling, Sebastian Nies, Tim Steuber und Michael Berlet belegte den fünften Rang.
Bei der weiblichen Jugend wurden Caroline Klöckner, Carolin Jung, Antonia Dirlenbach und Tina Bach ebenfalls Vizewestfalenmeister in 4:30,55 Minuten vor unserer zweiten Mannschaft mit Sarah Kunze, Christina Bruch, Teresa Zimmermann und Clara Zapletal in 4:33,48 Minuten.
Der Pechvogel des Tages war Jakob Otto über 1.000 Meter der Schüler M14. Der junge Wilgersdorfer hatte sich im Vorfeld der Meisterschaft drastisch gesteigert und lief ein beherztes Rennen. Nach 150 Metern übernahm er nach einem \\\"dezenten\\\" Hinweis der Trainer gehorsam die Führung des Rennens und distanzierte den favorisierten Dorstener Stück um Stück. 400 Meter vor der Ziellinie hatte Jakob bereits 20 Meter Vorsprung, als er plötzlich mit dem Fuß auf dem Boden hängen blieb und stürzte.
\\\"Das war bitter.\\\" resümierte Armin Kring,\\\"aber er hatte noch nicht \\\'überpaced\\\' und hätte das Ding wohl gewonnen. Das war teures Lehrgeld!\\\"
Einen guten Tag erwischte Linda Otto. Die 15-jährige Sprinterin steigerte sich über 60 Meter auf gute 8,23 Sekunden und wurde damit Fünfte. Ebenfalls Rang fünf belegte die blonde Sprinterin über 300 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 44,14 Sekunden und ärgerte sich trotzdem \\\"Ich wollte eine 43 vorne stehen haben!\\\" \\\"Mit einem mutigeren Start wäre das auch möglich gewesen, aber dafür hat sie am Ende richtig gefightet!\\\" befand Trainer Daniel Kring, der mit der Vorstellung seines Schützlings alles andere als unzufrieden war.
Einen durchwachsenen Tag erlebte Franziska Reiterer. Die Flammersbacherin ging gleich in vier Disziplinen an den Start. Im Weitsprung hatte Franzi noch Probleme mit dem Anlauf - als A-Schülerin muss man vom Brett springen und hat keine Zone mehr - und blieb dabei deutlich unter ihren Möglichkeiten. Daran wird man noch arbeiten müssen. Im Hochsprung begann die 14-jährige gut und musste dann bei 1,48 Metern richtig arbeiten, um diese Höhe zu meistern. Dies gelang ihr dann auch, wobei ein kleiner technischer Fehler bei 1,52 Metern dann zum Ausscheiden führte. Im Hürdenfinale, der letzten Disziplin eines langen Wettkampftages, zeigte Franziska dann aber noch einmal ihre Klasse und wurde in 9,82 Sekunden Siebte.
Ihre Westfalenpremiere feierte Antonia Willig über 60 Meter Hürden. Nach einem verpatzten Start kam Toni aber nicht wirklich ins Rennen und wurde mit 10,95 Sekunden gestoppt. Darauf gilt es jetzt aufzubauen.
\\\"Heute gab es Licht und Schatten!\\\" befand Chef-Coach Armin Kring, \\\"Aber wir wissen, woran wir arbeiten müssen und hier haben heute einige Sportler gezeigt, dass wir mit Ihnen noch viel Freude haben werden! Jetzt ist es an uns, das Training und die Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten und alle Energie in die Entwicklung der Athleten zu legen!\\\"
Home